Coronaimpfung

Statement der ÖGR ( österreichische Gesellschaft für Rheumatologie) zur Impfung gegen SARS-CoV-2 bei Patient*Innen mit entzündlich rheumatischen Erkrankungen (Stand 22.12.2020) - Zitat :

... ".Die ÖGR befürwortet eine Impfung gegen SARS-CoV-2 bei Patient*innen mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen bzw. Patient*innen unter immunsuppressiver/immunmodulierender Therapie. Für die verschiedenen Vakzinen liegen allerdings aktuell noch keine Daten zur Sicherheit und Effektivität bei Patient*innen mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen bzw. Patient*innen unter immunsuppressiver/immunmodulierender Therapie vor. Diese Patientengruppen waren – ebenso wie Schwangere – von den Zulassungsstudien ausgenommen. Es ist derzeit auch nicht zu beantworten, ob Impfungen in diesen Patientengruppen voll wirksam sind. Von einem erhöhten Risiko für unerwünschte Nebenwirkungen der Impfung bei Rheuma-Patient*innen ist nach aktuellem Wissensstand nicht auszugehen.

Was sind wesentliche Aspekte bzw. mögliche Risken von mRNA-Impfstoffen?

Vakzinen, die auf der Grundlage von mRNA beruhen, sind als Totimpfstoffe anzusehen und dürften daher für Patient*Innen mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen und unter immunsuppressiver/immunmodulierender Therapie keine Gefahr darstellen. mRNA-Vakzine stellen auch keine Gentherapie dar. Die mRNA kann sich nicht in das menschliche Genom integrieren und eine Zusammensetzung infektiöser Viruspartikel im geimpften Organismus ist unmöglich. Durch die mRNA-Vakzine kommt es zur vorübergehenden Bildung von Virusproteinen, gegen die das Immunsystem Antikörper produzieren kann."....

 

Empfehlungen zur COVID-19-Schutzimpfung bei Patienten mit Blut- und Krebserkrankungen - Zitat der Empfehlung der DGHO ( Stand 17.12.2020)

...."Die Schutzimpfung soll Personen mit einem erhöhten Infektionsrisiko, Personen mit einem

erhöhten Risiko für einen schweren Verlauf von COVID-19, Personen mit einem erhöhten

Mortalitätsrisiko sowie deren engen Kontaktpersonen angeboten werden. Dazu gehören:

+Patienten mit malignen hämatologischen Erkrankungen, insbesondere akuten und

chronischen Leukämien, malignen Lymphomen und Multiplem Myelom;

+Patienten mit fortgeschrittenen soliden Tumoren, deren Erkrankung nicht in Remission ist

und deren Remissionsdauer <5 Jahre beträgt, sowie Patienten unter aktueller systemischer

Therapie; davon ausgenommen sind Patienten mit ausschließlich antihormoneller

Monotherapie.

+Gesundheitspersonal im Bereich der Onkologie und der Hämatologie mit direktem

Patientenkontakt.

+Bei der patientenindividuellen Entscheidungsfindung über die Durchführung einer COVID-19-

Schutzimpfung und den optimalen Zeitpunkt gelten die Grundsätze des Shared Decision Making

zwischen dem behandelnden Hämatologen/Onkologen und dem Patienten.

+Der Schutz einer COVID-19-Impfung kann bei immunsupprimierten Patienten geringer sein. Bei

Patienten nach B-Zell-Depletion oder nach hämatopoetischer Stammzelltransplantation

empfehlen wir – in Analogie zu anderen Schutzimpfungen – einen zeitlichen Abstand von

mindestens 3, besser von >6 Monaten zur letzten Therapie. Spezifische Erkenntnisse zur

Wirksamkeit und Sicherheit der Impfstoffe in anderen Therapiesituationen liegen bisher nicht vor.

+Bei Patienten mit einer anaphylaktischen Reaktion in der Vorgeschichte soll das Risiko einer

schweren Nebenwirkung besonders sorgfältig gegenüber dem erwarteten Nutzen abgewogen

werden.".....